Coronavirus — Wichtige Infos

Für Veranstalter und die weitere Bevölkerung in Nidwalden steht eine eigene Helpline unter Telefon 041 618 43 34, E-Mail: helpline@nw.ch, zur Verfügung. Diese ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr in Betrieb.

Claudio Clavadetscher

Präsident ngv

Newsletter September 2021

14.09.2021

Liebe Gewerblerinnen und Gewerbler

Das Politikkarussell hat wieder mal Fahrt aufgenommen und es stehen kurz- und mittelfristig auch einige Entscheidungen an, die uns Gewerbler/innen und Unternehmer betreffen. So werden wir in Kürze über die linke Juso-Initiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern», vielleicht besser bekannt unter dem Kampftitel «99%-Initiative», abstimmen. Wir sind gefordert, mit unser aller Stimmen dieser Initiative eine klare Abfuhr zu erteilen. Der Gewerbeverband stellt sich klar dagegen und ich erlaube mir nachfolgend unsere Position zu erläutern:

Bund, Kantone und Gemeinden sollen neue Steuern auf Erträgen und Wertsteigerungen von Vermögen (sog. Kapitaleinkommen) erheben. Die Initianten wollen, dass auch Wertsteigerungen im Privatbesitz (heute steuerfrei) voll als Einkommen besteuert werden. neben dieser neuen Steuer, die für alle gilt, wird eine Zusatzsteuer ab einem noch zu definierenden Schwellenbetrag eingeführt. Unter der Schwelle sind Kapitaleinkommen von 100% steuerbar, über der Schwelle zu 150%. Da die Initiative sehr offen formuliert ist, kann im Moment weder gesagt werden, wer die Steuern bezahlt noch wer von den Erträgen profitiert.

Die Initiative suggeriert, dass nur die Reichen betroffen wären. Das ist aber falsch! Bisher steuerfreie Kapitaleinkommen müssten neu ab dem ersten Franken besteuert werden. Das trifft in Zukunft jeden Kleinanleger. Sogar auf fiktiven Einkommen werden diese Steuern zukünftig erhoben. Das ist entscheidend für KMU, Firmengründer (Start-ups) und Hauseigentümer.
Besonders betroffen sind also Schweizer Familienunternehmen und KMU, die bereits durch die Corona-Pandemie arg gebeutelt wurden. Es ist absurd, heute diesen Unternehmen mit Milliarden durch die Krise zu helfen, um sie dann gleich wieder mit einer neuen Steuer zur Kasse zu bitten. Erheblich erschwert werden zudem Übergaben von Familienunternehmen an die nächste Generation. Weil das Vermögen im Betrieb gebunden ist, muss sich die neue Generation stärker verschulden, um die neuen Steuern auf die Wertsteigerung zu bezahlen. Dieses Geld fehlt für Innovationen und die Schaffung von Arbeitsplätzen

Bundesrat, National- und Ständerat sowie FDP, SVP, die Mitte und die Grünliberalen sind dagegen. Dazu auch die grossen Wirtschaftsverbände Schweizerischer Gewerbeverband und economiesuisse.

Also – gehen auch Sie zur Urne und sagen Sie Nein zu dieser schädlichen Initiative. Besten Dank!

Leider kommen wir weiterhin nicht darum herum uns mit dem Covid-19 auseinander zu setzen. Man hofft und bangt, diskutiert und argumentiert, agiert und reagiert. Mögliche Wege werden aufgezeigt und ein jeder von uns tut was er für richtig hält, um die Situation zu meistern. Spannend ist, dass der letzte Nidwaldner Wirtschaftsbarometer ein doch deutlich optimistischeres Bild als die Vorangegangenen aufzeigt. Zwar befinden wir uns weiterhin deutlich unter dem Niveau vor Ausbruch der Coronakrise. So sind es aber doch 75% der befragten Firmen, die ihre aktuelle Ertragslage als genügend bis gut bezeichnen. Zudem bewerten über 90% der Unternehmen ihre Zukunftsaussichten für die nächsten 12 Monate mit genügen bis gut.

Im Corona-Zusammenhang darf ich euch noch auf Angebot vom Gesundheitsamt Nidwalden hinweisen. Firmen können sich für Impfungen vor Ort anmelden! Sie können sich also direkt an gesundheitsamt@nw.ch wenden und einen Termin vereinbaren. Dann kommt ein Impfteam bei Ihnen im Betrieb vorbei und die impfwilligen Mitarbeiter können sich so unkompliziert impfen lassen.

Ergänzend dazu hat der Kanton Nidwalden bereits ein Walk-in-Angebot für die Covid-Impfung. Schweizweit ist aber auch bekannt, dass sie Erreichung von Migrantinnen und Migranten nicht optimal gelingt. Daher hat das Gesundheitsamt ein Inserat in die vier häufigst vertretenen Sprachen im Kanton übersetzen lassen. Der Arbeitsort ist eine wichtiger Informationsverbreiter. Die Unternehmer werden nun gebeten, den angehängten Flyer in Betrieben mit Ausländern bzw. Anderssprachigen an gut zugänglicher Stelle aufzuhängen.

Abschliessend möchte ich auf unsere GV aufmerksam machen. Diese findet am Montag 15. November statt. Es ist uns wichtig, dass wir diese «live» abhalten können. Aktuell sieht es jedoch so aus, dass somit ein Zertifikat für alle Teilnehmer nötig wäre. Das werden wir aber in der GV-Einladung noch im Detail erläutern.

Auf bald und flotter Gruss

Claudio Clavadetscher