Coronavirus — Wichtige Infos

Für Veranstalter und die weitere Bevölkerung in Nidwalden steht ab sofort eine eigene Helpline unter Telefon 041 618 43 34, E-Mail: helpline@nw.ch, zur Verfügung. Diese ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr in Betrieb.

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Kanton NW

Claudio Clavadetscher

Präsident ngv

Newsletter

13.09.2020

Liebe Gewerblerinnen und Gewerbler

Die heissen Sommertage 2020 sind durch, der Herbst hält Einzug und viele von uns fragen sich, was die Zukunft bringen mag. Die schwierige Wirtschaftssituation ist leider noch nicht überstanden – und selbst den Optimisten unter uns ist bewusst, dass es gilt die kommende Durststrecke zu überstehen. Wir GewerblerInnen sind gefordert, der Situation innovativ und kämpferisch zu begegnen und sich zudem gegenseitig zu unterstützen bzw. etwas näher zusammenzurücken. Zudem wird uns wohl viel Ausdauer abverlangt.

Sie können versichert sein, dass der Vorstand vom Gewerbeverband weiterhin in Kontakt zum Volkswirtschaftsdepartement und weiteren Wirtschaftsverbänden steht. Wir beobachten die Lage im Kanton genau und sind vorerst froh, dass in unserem Kanton die Rahmenbedingungen für die GewerblerInnen nicht unnötig verschärft werden. Wir sind darauf angewiesen, dass die Regeln einer ortsbezogenen Lagebeurteilung angepasst werden.

Im Wissen darum, dass viele von Ihnen zwischenzeitlich auf motivierende Worte und Durchhalteparolen gut verzichten können und sich nach einem alltäglichen Austausch sehnen, nehme ich hier den Ball auf und leite gerne auf die Abstimmungsthemen vom 27. September über. Aufgrund Covid-19 und den damit verbundenen Verschiebungen der letzten Vorlagen, steht uns nun ein grosser Abstimmungssonntag bevor, der nicht nur uns als Bürger der Schweiz betrifft, sondern auch explizit als GewerblerInnen.

Der Vorstand hat sich mit den gewerberelevanten Vorlagen auseinandergesetzt und an der vergangenen Vorstandssitzung die Parolen dazu gefasst. Auf nationaler Ebene sind das die Begrenzungsinitiative, der Vaterschaftsurlaub sowie die Erhöhung der Kinderabzüge bei der Bundessteuer. Kantonal betrifft es die Teilrevision zum Steuergesetz. Gerne geben wir Ihnen nachfolgend die gefassten Parolen bekannt:

Begrenzungsinitiative: Der Vorstand spricht sich gegen die Initiative aus. Er ist überzeugt, dass das Gewerbe bzw. die ganze Wirtschaft entscheidend von den bilateralen Verträgen profitiert – das hat die Vergangenheit gezeigt. Wir möchten keine «Kündigung» der Verträge riskieren.

Vaterschaftsurlaub: Der Vorstand sagt nein zu einem neuen Sozialwerk, das für die KMU’s eine weitere Belastung darstellt. Die aktuelle Lage basiert auf Eigeninitiative und bilaterale, dem Mitarbeiter und der Firma dienliche Lösungen. Das funktioniert und möchten wir daher auch so beibehalten. Zudem wollen wir verhindern, dass daraus weitere soziale Begehrlichkeiten entstehen, die wiederum unsere KMU’s und Firmen treffen.

Erhöhung der Kinderabzüge bei der Bundessteuer (Kinderbetreuungskosten): Wir sind überzeugt, dass diese Vorlage der Wirtschaft dient, indem Familien direkt entlastet werden und somit wichtige Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt erhalten bleiben oder die Wiedereingliederung erleichtert. Daher sind wir für diese Vorlage.

Teilrevision Steuergesetz: Die Grünen haben das Konstruktive Referendum zum kantonalen Steuergesetz ergriffen. Wir lehnen dieses Referendum ab. Nidwalden soll auch weiterhin steuerlich attraktiv sein. Das ist unsere Chance im internationalen Steuerwettbewerb. Daher sind die Gewinnsteuern aller Gesellschaften zu senken, damit die unter internationalem Druck hin im Mai 2019 abgeschafften Steuerprivilegien für Holding- und Verwaltungsgesellschaften aufgefangen werden können. Selbstverständlich sind wir uns bewusst, dass dies alleine nicht für einen attraktiven Kanton reicht. Aber es ist ein ganz wichtiger Baustein in Ergänzung zu einem attraktiven Umfeld bezüglich Landschaft, Lebensqualität, Kulturerhalt usw.

Liebe alle – bitte motiviert eure Familien und Freunde dazu, ebenfalls diese Abstimmungsparolen zu übernehmen und damit ein Zeichen zu setzen. Gerade in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation zeigt es sich, dass die Rahmenbedingungen für alle Gewerbetreibenden möglichst positiv ausgestaltet sein müssen. Das dient der Gesundung des Gewerbes und dann profitiert die ganze Bevölkerung davon!

Zum Abschluss möchte ich bereits auf die Generalversammlung hinweisen. Diese findet am Dienstag 17. November statt. Nähere Infos folgen mit der Einladung aber vorab SAVE THE DATE!

Und nun –  uf baud und «hebid sorg»
Claudio Clavadetscher

Abstimmungen

Abstimmungsurne Bild

NEIN zur Begrenzungsinitiative

  • die Initiative führt zu einer politischen und wirtschaftlichen Abschottung der Schweiz
  • wird das Personenfreizügigkeitsabkommen gekündigt, treten automatisch auch die anderen 6 Abkommen (Landwirtschaft, Forschung, Luft- und Landverkehr etc.) ausser Kraft (Guillotine-Klausel)
  • der bilaterale Weg mit der EU ist gefährdet
  • Handel, Export von Gütern und der Marktzugang zur EU würden stark behindert
  • Die Mobilität von Studierenden und Forschern wird eingeschränkt
  • Arbeitsplätze und Wohlstand werden aufs Spiel gesetzt
Abstimmungsurne Bild

NEIN zum Vaterschaftsurlaub  (Erwerbsersatzgesetz, EOG)

  • der staatlich verordnete zweiwöchige Vaterschaftsurlaub ist nicht die Lösung
  • die damit verbundenen Kosten sind für KMU’s eine zusätzliche Herausforderung und führen auch bei den Arbeitnehmern zu höheren Lohnabgaben
  • die bestehenden Sozialwerke müssen zuerst langfristig ausfinanziert werden
  • der Vaterschaftsurlaub ist für einige wenige, zahlen müssen aber alle
  • eine Elternzeit würde den Paaren mehr Flexibilität lassen
Abstimmungsurne Bild

JA zur Erhöhung der Kinderabzüge bei der Bundessteuer (Kinderbetreuungskosten)

  • diese Vorlage dient der Wirtschaft, indem Familien direkt entlastet werden
  • wichtige Arbeitskräfte bleiben dem Arbeitsmarkt erhalten und die Wiedereingliederung wird erleichtert

JA zur Teilrevision Steuergesetz (Vorlage des Landrates)

  • das konstruktive Referendum der Grünen zum Steuergesetz ist abzulehnen
  • Nidwalden soll auch weiterhin steuerlich attraktiv bleiben
  • die Vorgaben der eidg. Steuerreform (STAF) wurden mit dieser Teilrevision kantonal umgesetzt
  • im Gegenzug wird die Gewinnsteuer für Gesellschaften von 6 auf 5,1% gesenkt
  • nutzen wir die Chance im internationalen Steuerwettbewerb